Goygol-See, Aserbaidschan: Der durch ein Erdbeben entstandene See

Am Fuße des Kleinen Kaukasus, im Westen Aserbaidschans, verbirgt sich eine der ruhigsten und einzigartigsten Landschaften des Landes: der Goygol-See. Sein Name bedeutet auf Aserbaidschanisch „Blauer See", und die kristallklare Farbe seines Wassers rechtfertigt diesen Namen vollkommen. Was diesen See einzigartig macht, ist sein Ursprung: Er entstand im 12. Jahrhundert, als ein Erdbeben einen Erdrutsch auslöste, der den Lauf eines Flusses blockierte und so eine natürliche Barriere und diesen Traumsee schuf.

Lago Goygol Azerbaiyán — aguas cristalinas rodeadas de bosque
Das kristallklare Wasser des Goygol-Sees spiegelt die Wälder des Kleinen Kaukasus in einem Bild von großer Schönheit wider.

Der Nationalpark Goygol

Der See ist Teil des Nationalparks Goygol, eines Naturschutzgebiets, das Ökosysteme von großem ökologischem Wert schützt. Die dichten Buchen-, Eichen- und Kiefernwälder rund um den See beherbergen eine reiche Artenvielfalt: Braunbären, Wildschweine, Hirsche und mehr als 150 Vogelarten wurden in der Region registriert.

Der Park bietet verschiedene Wanderrouten für alle Schwierigkeitsgrade, von kurzen Spaziergängen am Ufer bis zu mehrtägigen Touren über die Gipfel des Kleinen Kaukasus. Die beste Reisezeit ist das Frühjahr (Mai–Juni), wenn die alpinen Wiesen blühen, und der Herbst (September–Oktober), wenn der Wald sich in Gold und Rot kleidet.

Weinberge und Weinkultur in Goygol

Die Region Goygol ist seit dem 19. Jahrhundert für ihre Weinberge und Weinproduktion bekannt. Deutsche Siedler, die sich hier im 19. Jahrhundert niederließen, brachten europäische Weinbautechniken mit, die sich mit lokalen Traditionen verbanden. Heute ist das Weingut Goygol (ehemals Weingut Yelenendorf) ein einzigartiges Weinreiseziel in Aserbaidschan, wo man Weine mit Geschichte verkosten kann.

Senderismo en montañas del Cáucaso Menor — Goygol Azerbaijan
Die Berge des Kleinen Kaukasus bieten spektakuläre Wanderrouten rund um Goygol.

Anreise nach Goygol

Goygol liegt etwa 20 km von Ganja, der zweitgrößten Stadt Aserbaidschans, entfernt. Von Ganja gibt es Marschrutkas und Taxis in die Stadt Goygol, von wo aus der See mit dem Auto oder zu Fuß (ca. 6 km) erreichbar ist. Wer mit einer Reiseagentur reist, schließen viele Touren ab Ganja oder Baku den Goygol-See ein.

Häufig gestellte Fragen

Wie entstand der Goygol-See?

Der See entstand im 12. Jahrhundert infolge eines Erdbebens, das einen Erdrutsch auslöste. Der Erdrutsch blockierte den Lauf des Flusses Gusarchay und schuf eine natürliche Barriere, aus der der heutige See hervorging.

Darf man im Goygol-See schwimmen?

Baden ist im Goygol-See nicht erlaubt, da er Teil eines geschützten Nationalparks ist. Dennoch können Sie seine Ufer genießen, wandern und die Tier- und Pflanzenwelt der Umgebung beobachten.

Was ist die beste Reisezeit für den Goygol-See?

Das Frühjahr (Mai–Juni) und der Herbst (September–Oktober) sind die besten Reisezeiten. Im Frühjahr blühen die Wiesen und im Herbst bietet der Wald eine spektakuläre Farbpalette. Im Winter kann der Zugang aufgrund von Schnee schwierig sein.