Die Malerischsten Dörfer des Kaukasus, die du Besuchen Solltest
Eines der größten Vergnügen beim Reisen durch den Kaukasus ist die Entdeckung seiner Dörfer: mittelalterliche Siedlungen, eingebettet in unzugängliche Berge, Handwerkerdörfer mit jahrtausendealten Traditionen, märchenhafte Ortschaften mit bunten Häusern auf Hügeln mit Panoramablick. Diese Auswahl vereint die schönsten und unverzichtbarsten Dörfer Georgiens, Armeniens und Aserbaidschans.
Unverzichtbare Dörfer in Georgien
Mestia (Svaneti) — UNESCO-Welterbe
Mestia ist die Hauptstadt der Region Svaneti und das Symbol der mittelalterlichen georgischen Wehrarchitektur: Die berühmten steinernen Koshkebi-Türme, zwischen dem 9. und 12. Jahrhundert als Zufluchtsort vor Invasionen erbaut, ragen wie Wächter aus einer anderen Zeit über die Hausdächer. Es ist der Ausgangspunkt des Trekkings Mestia-Ushguli und ein Ziel für sich, mit Museum, Markt und aktivem Kulturleben.
Ushguli (Svaneti) — Eines der höchstgelegenen bewohnten Dörfer Europas
Auf 2.100 Metern Höhe, mit dem Gletscher des Berges Shkhara (5.193 m) als Kulisse, ist Ushguli eines der höchstgelegenen und abgelegensten bewohnten Dörfer Europas. Seine vier Weiler mit mehr als 40 mittelalterlichen Türmen bilden ein zum UNESCO-Welterbe erklärtes Ensemble. Der Zugang im Sommer ist mit einem 4x4-Fahrzeug oder zu Fuß möglich (4 Tage Trekking von Mestia).
Signagi (Kakheti) — Die Stadt der Liebe
Signagi ist das romantischste Dorf Georgiens: blau und orange bemalte Holzhäuser, Kopfsteinpflasterstraßen, Verteidigungsmauern aus dem 18. Jahrhundert mit Türmen und Panoramablick über das Kakheti-Tal und die Berge des Großen Kaukasus im Hintergrund. Außerdem hat das Standesamt von Signagi 24 Stunden am Tag geöffnet, was es zum bevorzugten Ziel von Paaren gemacht hat, die in Georgien heiraten möchten.
Unverzichtbare Dörfer in Armenien
Garni — Das Dorf mit dem einzigen heidnischen Tempel des Kaukasus
Garni beherbergt den Tempel von Garni (1. Jh. n. Chr.), den einzigen im griechisch-römischen Stil erhaltenen Tempel im Kaukasus, der dem Sonnengott Mihr gewidmet ist. Das Dorf liegt am Rand eines spektakulären Basaltcanyons und ist das Eingangstor zum Kloster Geghard. Die Steinsinfonie (Basaltformationen im Canyon) ist eine weitere einzigartige Attraktion.
Dilijan — Die Schweiz Armeniens
Von Buchenwäldern umgeben und im Nationalpark Dilijan gelegen, ist diese kleine Stadt als „die Schweiz Armeniens" bekannt. Ihre restaurierte Altstadt mit Handwerkerwerkstätten, Kunstgalerien und sorgfältig erhaltener traditioneller armenischer Architektur machen sie zu einem der angenehmsten Reiseziele des Landes.
Unverzichtbare Dörfer in Aserbaidschan
Lahij — Das Dorf der Kupferhandwerker
Lahij ist ein mittelalterliches Dorf mit gepflasterten Straßen im Großen Kaukasus, in ganz Aserbaidschan und darüber hinaus bekannt für seine Kupferhandwerker. Die Kupferwerkstätten füllen die Straßen mit metallischen Klängen und die Schaufenster mit Tabletts, Krügen und Gegenständen, die mit traditionellen geometrischen Designs verziert sind. Ein faszinierender Besuch.
Xinaliq (Khinalug) — Das abgelegenste Dorf der Welt
Auf 2.350 Metern Höhe und nur über einen Bergpfad erreichbar, ist Xinaliq eines der abgelegensten und ältesten Dörfer der Welt (mehr als 5.000 Jahre Geschichte). Seine Bewohner sprechen Khinalugi, eine in der Welt einzigartige Sprache ohne eigene Schrift. Die Aussicht vom Dorf auf die Täler des Großen Kaukasus ist absolut überwältigend.
Häufig gestellte Fragen
Welches ist das fotogenste Dorf des Kaukasus?
Es hängt von der Art der Fotografie ab. Für mittelalterliche Architektur ist Ushguli (Georgien) mit seinen Türmen und dem Gletscher im Hintergrund unübertroffen. Für Farben und Kulturlandschaft eignet sich Signagi (Georgien) mit seinen blauen Häusern und den Ausblicken auf Kakheti. Für ethnografische Authentizität: Xinaliq (Aserbaidschan) oder Fioletovo (Armenien). Für Naturfotografie: Mestia oder Becho in Svaneti.
Ist es möglich, in den abgelegensten Dörfern des Kaukasus zu übernachten?
Ja, fast alle Dörfer auf dieser Liste haben familiengeführte Gästehäuser, darunter Ushguli, Mestia, Xinaliq und Lahij. Qualität und Komfort variieren, aber das Erlebnis, in einem lokalen Haus mit Abendessen und Frühstück zu übernachten, ist eine der schönsten Erinnerungen an die Kaukasusreise. In der Hochsaison ist eine frühzeitige Reservierung empfehlenswert.
Wann ist die beste Reisezeit für die Bergdörfer des Kaukasus?
Juni bis September ist die ideale Saison für die Hochgebirgsdörfer (Ushguli, Xinaliq, Mestia). Im Oktober und November kann das Wetter unbeständig sein. Im Winter sind einige Dörfer durch Schnee abgeschnitten. Die Taldörfer (Signagi, Garni, Lahij) können fast das ganze Jahr besucht werden.