Baku, Aserbaidschan: vollständiger Reiseführer zur Entdeckung der Perle des Kaukasus
Baku, die Hauptstadt Aserbaidschans, ist eine Stadt, die Erwartungen übertrifft. Ihre Flame Towers dominieren eine moderne Skyline, die aus Kilometern Entfernung sichtbar ist, doch zu ihren Füßen schlägt das Herz der Altstadt (Icherisheher), ein mittelalterliches Gassenlabyrinth, das zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde. Zwischen diesen beiden Extremen — Antike und Moderne — erstreckt sich eine Metropole, die in den letzten zwei Jahrzehnten von einem unbekannten Juwel zu einem der faszinierendsten Reiseziele Europas und Asiens geworden ist.
Die Altstadt: historisches Herz Bakus
Icherisheher, die ummauerte Altstadt, wurde im Jahr 2000 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. In ihren schmalen Kopfsteinpflastergassen konzentrieren sich die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Bakus: der Jungfrauenturm (12. Jahrhundert), das rätselhafte, von Legenden umwobene Wahrzeichen der Stadt; und der Palast der Shirvanshah, ein Juwel islamischer Architektur des 15. Jahrhunderts mit Moschee, Mausoleum und Bädern. Das Viertel beherbergt auch Handwerkerwerkstätten, nostalgische Cafés und Teppichläden, in denen das Feilschen nach wie vor üblich ist.
Modernes Baku: Flame Towers und der Bulvar
Das zeitgenössische Baku blickt in die Zukunft, ohne seine Vergangenheit aus den Augen zu verlieren. Die Flame Towers, drei 182 Meter hohe, flammenförmige Wolkenkratzer, die mit LED-Paneelen verkleidet sind, sind das bekannteste Symbol der neuen Stadt. Der Bulvar (Dənizkənarı Milli Park), die längste Strandpromenade am Kaspischen Meer mit einer Länge von 3,7 km, ist der Lieblingsort von Bakuern und Touristen für Abendspaziergänge mit Meeresblick.
Gastronomie in Baku
Die aserbaidschanische Küche ist eine Synthese persischer, türkischer und kaukasischer Einflüsse. In Baku dürfen Plov (gewürzter Reis mit Lamm und Safran), Dolma (gefüllte Weinblätter), Kebabs vom Lamm und schwarzer Tee, serviert im charakteristischen schmalhüftigen Glas mit Quittenmarmelade, nicht fehlen. Der Yashil Bazar ist der beste Ausgangspunkt, um die lokalen Aromen zu entdecken.
Was in Baku zu sehen ist: die Highlights
Neben der Altstadt und den Flame Towers bietet Baku das Teppichmuseum (mit seinem spektakulären Gebäude in Form eines aufgerollten Teppichs), die Werkstatt Ali Shamsi in der Altstadt, den Philharmonie-Park mit seinen nächtlichen Springbrunnen sowie als Tagesausflug den Feuertempel Ateshgah und Yanardag.
Praktische Informationen
Währung: Aserbaidschanischer Manat (AZN). Sprache: Aserbaidschanisch (Russisch und Englisch in touristischen Bereichen). Visum: Spanische Staatsangehörige benötigen ein E-Visum (evisa.gov.az). Klima: milde Frühlinge, heiße Sommer, angenehme Herbste, kalte Winter. Beste Reisezeit: April–Juni und September–Oktober.
Häufig gestellte Fragen
Brauchen Spanier ein Visum für die Reise nach Baku?
Ja, spanische Staatsangehörige benötigen ein elektronisches Visum (E-Visum), das online auf evisa.gov.az vor der Reise beantragt wird. Der Prozess ist unkompliziert, kostet 20 USD und wird innerhalb von 3 Werktagen abgewickelt.
Wie viele Tage werden für einen Besuch in Baku benötigt?
Mit 3–4 Tagen lassen sich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt erkunden und ein Ausflug nach Yanardag oder Ateshgah unternehmen. Für einen Aufenthalt inklusive Sheki oder Gabala werden mindestens 6–7 Tage empfohlen.
Ist Baku ein sicheres Reiseziel?
Ja, Baku gilt als eine der sichersten Städte in der Kaukasus-Region. Die Kriminalitätsrate ist niedrig und die touristische Infrastruktur ist sehr gut ausgebaut. Die übliche Vorsicht wie in jeder Großstadt wird empfohlen.