— Reiseplan —

Abenteuer Swanetien: von Kutaissi nach Uschguli in 6 Tagen

6 Tage Kutaisi (KUT)

Man muss nicht über Tiflis, um Swanetien zu sehen. Das ist die Idee dieser Reise: sechs Tage durch Westgeorgien mit Ankunft am Flughafen Kutaissi und zwei Nächten in Swanetien, der Region der Wehrtürme. Der erste volle Tag bleibt in der Nähe von Kutaissi (Bagrati, Motsameta, Gelati und die Kathedrale von Nikortsminda in Ratscha, die kaum eine Rundreise aufnimmt, weil sie 120 km Rückweg bedeutet). Dann richtige Straße: 161 km bis Uschguli auf 2.200 Metern, Übernachtung in Mestia. Am Tag darauf wird gelaufen: der Chalaadi-Gletscher zu Fuß und der Sessellift von Hatsvali, um dem Uschba direkt gegenüberzustehen.

Am fünften Tag geht es hinunter durch die Schluchten von Okatse, mit ihrem an die Felswand geschraubten Steg, und Martvili, wo man mit dem Boot über einen türkisfarbenen Fluss fährt; der sechste ist nur der Transfer zum Flughafen Kutaissi, ab Batumi (125 km). Zur Warnung: Am dritten und am fünften Tag sitzt man mehr als fünf Stunden im Auto. Privatwagen und spanischsprachiger Guide während der ganzen Reise; Hotel in Kutaissi und Familienpension oder Hotel in Mestia [DATO: tipo de alojamiento en Mestia]. Zwischen November und April fragen Sie uns bitte vor der Buchung: Die Straße nach Uschguli ist bei Schnee gesperrt.

Reiseverlauf

1. Tag - Transfer vom Flughafen Kutaissi nach Kutaissi

Gesamtstrecke des Tages - 25KM 0 Stunden und 30 Minuten Wir holen Sie am Flughafen ab, wann immer Ihr Flug landet. Bis zum Hotel sind es 25 Minuten. Strecke 25KM 0 Stunden und 30 Minuten

2. Tag - Kutaissi - Bagrati - Motsameta - Gelati - Nikortsminda - Kutaissi

Gesamtstrecke des Tages - 192KM 4 Stunden und 21 Minuten Ein langer Tag, alles nah bei Kutaissi bis auf das Ende. Wir fahren früh los, damit Nikortsminda nicht auf die letzte Stunde fällt. Strecke 2KM 0 Stunden und 9 Minuten

Bagrati-Kathedrale

Bagrati-Kathedrale Man sieht sie von der halben Stadt aus, man kommt also schon mit dem Wissen an, was das ist. Was man von unten nicht sieht, ist der Streit: Bagrat III. weihte sie 1003, die Osmanen sprengten sie 1692, und sie lag drei Jahrhunderte in Ruinen, bis man sie 2012 komplett wiederaufbaute, mit Beton und einem Glasaufzug an der Seite. Deshalb strich die UNESCO sie 2017 von der Liste. Manche halten das für Flickwerk. Uns gefällt sie weiterhin, vor allem wegen des Ortes: Die Terrasse hat den besten Blick auf die Stadt und das Rioni-Tal. Zehn Minuten bergauf vom Zentrum und einmal ganz um das Gebäude herum, um die originalen Reliefs zu finden, die an den Mauern geblieben sind. Strecke 8KM 0 Stunden und 17 Minuten

Motsameta

Motsameta Zuerst die Legende, denn die erzählt man Ihnen gleich bei der Ankunft: Im 8. Jahrhundert töteten die Araber die Brüder David und Konstantin Mkheidze, Adlige aus Argveti, weil sie ihrem Glauben nicht abschworen, und daher hat das Kloster seinen Namen, "der Ort der Märtyrer". Ihre Reliquien liegen in einem Schrein in der Kirche, und wer dreimal darunter hindurchgeht, dem wird, so sagt man, ein Wunsch erfüllt. Dann der Ort: ein Felssporn über der Schlucht des Tskaltsitela ("rotes Wasser" auf Georgisch), zehn Minuten von Kutaissi. Das heutige Gebäude stammt aus dem 11. Jahrhundert, stark verändert. Eine halbe Stunde reicht. Das Beste ist nicht die Kirche, sondern der Balkon über dem Abgrund. Strecke 4KM 0 Stunden und 8 Minuten

Akademie von Gelati

Akademie von Gelati David der Erbauer wollte im Boden des Südtors begraben werden, damit jeder, der hereinkam, über sein Grab ging. Dort liegt er seit 1125, und das Kloster Gelati, das er 1106 gründete, war jahrhundertelang die große Schule des Königreichs: In seiner Akademie wurde griechische Philosophie übersetzt und kopiert, als Georgien nach Byzanz blickte. UNESCO-Welterbe seit 1994 und, anders als Bagrati, noch immer auf der Liste. Gleich beim Betreten der Hauptkirche das Mosaik der Gottesmutter in der Apsis aus dem 12. Jahrhundert; dann Fresken an allen Wänden, aus verschiedenen Jahrhunderten. Wir nehmen uns fast eine Stunde für Kirche, Grab, Akademie (ein langgestreckter Saal mit Steinbänken) und Georgskirche. Die Kuppeln waren jahrelang wegen undichter Dächer in Reparatur [VERIFICAR: estado de la restauración del tejado en 2026]. Strecke 58KM 1 Stunden und 15 Minuten

Nikortsminda

Nikortsminda Das ist der umstrittene Umweg des Tages, und das sagen wir, die ihn einbauen: eineinviertel Stunden Bergstraße ab Gelati und 120 km zurück nach Kutaissi, die lang werden, wenn es schon dunkel ist. Warum lohnt er sich? Wegen der Fassade. Die Kathedrale von Nikortsminda ist klein, gebaut 1010 bis 1014 unter Bagrat III., aber ihre Außenmauern sind die am reichsten gearbeiteten Georgiens: Jüngstes Gericht, der heilige Georg, Tiere, Weinreben, alles in Stein gehauen. Innen Fresken aus dem 17. Jahrhundert. Wer den Tag lieber kürzer hat, lässt sie weg und bekommt die Zeit in Gelati dazu; einfach bei der Buchung sagen. Bei gutem Wetter halten wir auch am Aussichtspunkt über dem Shaori-Stausee, der am Weg liegt. Strecke 120KM 2 Stunden und 32 Minuten

3. Tag - Kutaissi - Uschguli - Mestia

Gesamtstrecke des Tages - 208KM 5 Stunden und 20 Minuten Heute ist fast nur Straße, und es ist die schönste Straße der Reise: das Enguri-Tal, der Staudamm bei Jvari und der Anstieg nach Mestia. Strecke 161KM 3 Stunden und 35 Minuten

Uschguli

Uschguli Die letzten 45 km ab Mestia sind Piste. Sie wird jedes Jahr besser und bleibt eine Piste [DATO: estado de la carretera Mestia-Ushguli esta temporada]; im Winter ist sie gesperrt. Am Ende liegen die vier Dörfer von Uschguli auf 2.200 Metern, mit ihren mehr als zwanzig Türmen aus dem 9. bis 12. Jahrhundert und dem Schchara (5.193 m), der das Tal abschließt. UNESCO-Welterbe seit 1996 und, je nachdem, wen man fragt, das höchstgelegene bewohnte Dorf Europas; ein paar Dörfer im Nordkaukasus machen den Titel streitig. Wir kommen gegen Mittag an und essen in einem Haus im Dorf. Danach zu Fuß zur Lamaria-Kirche oben, mit dem Schchara dahinter, und in einen der zum Museum umgebauten Wohntürme. Weil das Tageslicht in den Bergen knapp ist, fahren wir zum Übernachten hinunter nach Mestia. [VERIFICAR: el original decía que se duerme en Ushguli y se camina al glaciar de Shkhara; el día termina en Mestia]  

4. Tag - Mestia - Chalaadi - Hatsvali - Mestia

Gesamtstrecke des Tages - 34KM 1 Stunden und 11 Minuten Heute fast kein Auto: 34 km am ganzen Tag. Der Rest zu Fuß und mit dem Sessellift. Strecke 9KM 0 Stunden und 20 Minuten

Chalaadi-Gletscher

Chalaadi-Gletscher Geschlossene Schuhe: Das ist das Einzige, worum wir für diesen Vormittag bitten. Der Chalaadi-Gletscher liegt 9 km von Mestia entfernt, am Ende der Piste durch das Tal des Mestiachala, des Flusses, der aus ihm entspringt, und er ist einer der wenigen Gletscher im Kaukasus, die man anfassen kann, ohne Bergsteiger zu sein. Von der Hängebrücke sind es rund 3 km Waldweg und etwa 300 Meter Anstieg, das letzte Stück über eine Moräne aus losen Blöcken. Das Eis kommt aus dem Massiv von Uschba und Chatini herab und ist grau von Geröll, nicht weiß. Drei Stunden hin und zurück, mit Pausen. An das Gletschertor gehen wir nicht nah heran, weil Steine fallen, und bei Regen verschieben wir es auf den Nachmittag und machen Hatsvali zuerst.  

Hatsvali

Hatsvali Der Uschba mit seinen zwei Gipfeln ist der Berg auf jedem Foto aus Swanetien und der am schwersten zu besteigende Georgiens. Von Mestia aus sieht man ihn nicht richtig. Dafür fahren wir nach Hatsvali, dem kleinen Skigebiet des Ortes, 9 km entfernt: ein Sessellift von etwa 15 Minuten von der Talstation auf 1.870 Metern bis zum Berg Zuruldi auf 2.340, mit dem Uschba direkt gegenüber. Oben gibt es ein Café mit Terrasse, und wer mag, geht über den Grat zu Fuß hinunter. Im Winter sind ein paar Pisten in Betrieb [DATO: precio del telesilla en 2026]. Ein Tipp: Gegen Mittag hängen die Wolken meist am Gipfel, also bleiben wir ohne Eile oben, bis er frei ist. Zurück in Mestia bleibt Zeit für das Museum oder einen Spaziergang zwischen den Türmen von Lanchvali. [VERIFICAR: si este tour se vende también en invierno, aquí iría el esquí en lugar del telesilla de verano]  

5. Tag - Mestia - Okatse - Martvili - Kutaissi

Gesamtstrecke des Tages - 252KM 5 Stunden und 25 Minuten Runter aus den Bergen. Zwei Schluchten und 252 km, der längste Tag am Steuer. Strecke 174KM 3 Stunden und 45 Minuten

Martvili-Schlucht

Martvili-Schlucht Das Wasser des Flusses Abasha hat ein Türkis, das wie bearbeitet aussieht. Ist es nicht: Das ist die Martvili-Schlucht in Mingrelien, dreieinviertel Stunden von Mestia und die meistbesuchte Schlucht Westgeorgiens. Sie hat zwei Abschnitte. Im oberen macht man eine Bootsfahrt von etwa fünfzehn Minuten zwischen 20 bis 40 Meter hohen Wänden; im unteren gibt es Stege und einen Wasserfall. Sie war der Badeplatz der Fürsten Dadiani, deren Palast in Zugdidi stand. Seit dem Ausbau 2016 gibt es eine Kasse, einen Parkplatz und ziemlich viele Leute; an Wochenenden im Juli und August steht man für die Boote an [DATO: precio de entrada y de la barca en 2026]. Wir machen die Bootsfahrt gleich nach der Ankunft und danach die Stege, eine halbe Stunde ohne Eile. Führt der Fluss nach Regen Hochwasser, fahren die Boote nicht und das Wasser verliert seine Farbe; an solchen Tagen tauschen wir die Reihenfolge mit Okatse.

Okatse-Schlucht

Okatse-Schlucht Wer Höhenangst hat, sollte das hier vorher lesen. Die Okatse-Schlucht, wieder in Imeretien, besucht man nicht vom Wasser aus, sondern von oben: ein 700 Meter langer Metallsteg, an die Wand der Schlucht geschraubt, etwa 50 Meter über dem Fluss, mit einem Gitterboden, durch den man bis nach unten sieht, und einer Plattform am Ende, die ein paar Meter über den Abgrund hinausragt. Vom Parkplatz im Dorf Gordi sind es 2,5 km durch den Wald des alten Dadiani-Parks bis zum Anfang des Stegs; zu Fuß oder in den Geländewagen der Einheimischen, die extra kosten [DATO: precio del 4x4 en 2026]. Zwei Stunden insgesamt. Meist gehen wir hin zu Fuß und fahren mit dem Geländewagen zurück, wenn die Gruppe das vorzieht.

6. Tag - Transfer von Batumi zum Flughafen Kutaissi

Wir fahren mit viel Zeitreserve in Batumi los: Bis zum Flughafen Kutaissi sind es zwei Stunden Fahrt. Strecke 125KM 2 Stunden und 0 Minuten

Flughafen Kutaissi

Die Abfahrtszeit richtet sich nach Ihrem Flug; viele Flüge ab Kutaissi gehen mitten in der Nacht.